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Bundestagsabgeordneter Lutz Brinkmann zu Gast in der neuen EUTB® im BOZ Melle

24.11.2025

Austausch über Selbstbestimmung, Barrieren und die Bedeutung unabhängiger Teilhabeberatung

Fünf Personen sitzen um einen runden Holztisch in einem Besprechungsraum. Auf dem Tisch stehen Kaffeetassen, Wasserflaschen und eine Schale mit Snacks. Im Hintergrund ein Flipchart mit der Aufschrift "Herzlich Willkommen in der EUTB Meile".

„Meine größte Lehrmeisterin ist meine Schwester, die eine Beeinträchtigung hat.“ Mit diesen persönlichen Worten eröffnete Sara Könning-Arneke die Vorstellungsrunde beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Lutz Brinkmann. Gemeinsam mit Isabell Höpfner leitet sie die im Sommer neu eröffnete Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) der 1A Berufliche Teilhabe gGmbH mit Sitz im BOZ Melle.

Lutz Brinkmann hatte um den Gesprächstermin gebeten, um die Arbeit einer EUTB® im Detail kennenzulernen. Er berichtete, dass er während seines Zivildienstes einen erblindeten Jungen begleitet habe und dadurch unmittelbar erlebt habe, welchen Barrieren Menschen im Alltag begegnen können. Entsprechend groß war sein Interesse an den Aufgaben, Zielgruppen und der Wirksamkeit der neuen Beratungsstelle.

Die beiden Beraterinnen gaben einen lebendigen Einblick in ihre Arbeit. Sie erklärten, wie das Angebot Ratsuchende dabei unterstützt, eigene Entscheidungen zu treffen und individuelle Wege der Teilhabe selbstbestimmt zu gestalten. Besonders deutlich machte Isabell Höpfner: „Die EUTB® ist eine Hilfe zur Selbsthilfe.“
Trotz der jungen Betriebszeit können die beiden Leiterinnen bereits erste Erfolgsgeschichten erzählen – anschauliche Beispiele dafür, wie Beratung Orientierung schaffen, Mut machen und konkrete Schritte ermöglichen kann.

Als sich das Gespräch um strukturelle Rahmenbedingungen drehte, stellte der Abgeordnete Leiter Markus Janßen die Frage, was eine EUTB® noch wirksamer machen könne. Janßen berichtete offen über den hohen Komplexitätsgrad des Beantragungsprozesses: Gerade z.B. für kleinere Selbsthilfevereine sei dieser kaum zu bewältigen und stelle eine echte Hürde dar.

Zum Abschluss fasste Sara Könning-Arneke das gemeinsame Anliegen aller Beteiligten eindrucksvoll zusammen:

"Wir schließen hier erst ab, wenn wir das Wort Inklusion nicht mehr brauchen." Sara Könning-Arneke, EUTB®-Beraterin
Logo der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) links mit stilisiertem orangem Kreis, darin blaues Dreieck und Schriftzug „EUTB“ in Blau, Grau und Orange, darunter „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ in blauer Schrift. Rechts Text „Gefördert durch: Bundesministerium für Arbeit und Soziales“ mit Bundesadler, schwarz-rot-gelbem Balken und Hinweis „aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages“.